Philosophy – Parmenides

Bust Parmenides

Parmenides von Elea (515–445 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph, Gesetzgeber, und Begründer der Eleatischen Schule. Heute wird er auch oft als «Vater der Logik» bezeichnet,

... weil er als erster lehrte, dass Philosophie etwas mit Beweis und weniger mit Behauptungen zu tun hat. Sein einziges überliefertes Werk «Über das Sein» ist ein Lehrgedicht, in welchem er den «Weg der Wahrheit» und den «Weg des Scheins» definiert. Praktisch gesagt geht es um das Argumentieren und das Kommunizieren, und wie man beides zu etwas Verlässlichem machen kann, zu einem «reliable account», egal um welches Thema oder um welchen Bereich es sich schlussendlich handelt. Dass man sich bei der Ergründung von Wahrheit und Tatsachen nicht auf Meinungen und Sinneswahrnehmungen verlassen dürfe, sondern einzig und allein auf das abstrakte Denkvermögen. Und dass es deshalb unerlässlich ist zu wissen und zu erlernen wie man denkt (nicht, was man zu denken hat), wie z. B. bestimmte Prozesse ablaufen, wie ein einmal eingeschlagenes Argument, eine Entscheidung mit allen Konsequenzen unweigerlich enden würde, oder – wie es in der Rechtslehre und Gerichtspraxis verwendet – der Logik der Prämisse folgend geendet haben müsste. Kurz:

Gesetz der Identität: Was ist, ist. Das bedeutet A = A, ein analytisch wahres Statement per Definition.

Gesetz der Nicht-Widersprechung: A kann nicht zur gleichen Zeit und im selben Verhältnis ~A sein.

Die effektive Bedeutung und Tragweite seines Lehrgedichtes, die über altphilologische, philosophische, mathematisch-historische und rechtswissenschaftliche Akademikerkreise hinaus geht, setzte schliesslich mit dem Informationszeitalter ein. So sprossen international eine ganze Reihe respektabler privater und universitärer Institute und Forschungsprojekte aus dem Boden, die allesamt den Namen «Parmenides» als Aushängeschild benutzen. Die Forschungsthemen umfassen von IT (Class Based Frame Systems, Knowledge/Information Management Systems, Artificial Intelligence Research Projects), zu Trend Analyse Techniken, Algorithmic Architecture, Language Technologies, über Neuroscience praktisch alle Bereiche, in denen es Neuland zu ergründen und Forschung auf fundierte Weise zu betreiben gilt.

Der deutsche Philosoph G.W.F. Hegel schrieb in seinem Werk Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, «Ausserdem wissen wir aus Parmenides’ Leben, dass seine Mitbürger in Elea ihm hohen Respekt zollten; ihr Wohlstand war grösstenteils den Gesetzen zuzuschreiben, die Parmenides ihnen gab. Ebenso wird in der Pinax von Cebes […] ‘ein Parmenideisches Leben’ einem tugendhaften Leben gleichgestellt.»

«Die sicherste Allgemeincharakterisierung der europäischen philosophischen Tradition ist, dass sie aus einer Serie von Fussnoten zu Plato besteht.» Sir Alfred N. Whitehead, einer der bedeutendsten Philosophen und Mathematiker des 20. Jahrhunderts, in seinem Werk Process and Reality.

Professor Dr. David Gallop, anerkannter Parmenides Experte aus Kanada, schreibt in seinem Buch Parmenides of Elea: A text and translation with an introduction, «A. N. Whitehead sagte einmal, dass die Entwicklung der Westlichen Philosophie aus einer Serie von Fussnoten zu Plato bestehe. Auf ähnliche Weise und mit kaum weniger Übertreibung könnte man sagen, dass Plato’s eigene Werke aus Fussnoten zu Parmenides von Elea bestanden haben.»

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