Philosophy – Gorgias

Bust Gorgias

Gorgias (487–376 v. Chr.), einer der Hauptvertreter der Sophistik, Rhetoriker und präsokratischer Philosoph von Leontinoi, einer griechischen Kolonie auf Sizilien, die man auch als «Wiege der griechischen Rhetorik» bezeichnet.

... Von anderen Sophisten hob er sich insofern deutlich ab, als dass er nicht Exzellenz und Tugenden lehrte, sondern behauptete, dass die Kunst der Überzeugung die Königin der Wissenschaften sei, weil man durch sie befähigt werde, jegliche Kursänderung herbeizu-«überzeugen.»

«Vater des Sophismus» nennt man Gorgias aufgrund seiner rhetorischen Innovationen und der Erfindung von paradoxologia – der Idee von paradoxen Wendungen und spitzfindigen Argumenten, um die eigene Meinung als wahrscheinlich und richtig darzustellen. Er spekulierte über die Struktur und Funktion der Sprache als Framework, um die Implikationen einer Handlung und die Art und Weise, wie Entscheidungen über solche Handlungen entstehen, zum Ausdruck zu bringen. Sowohl Plato wie auch Aristoteles kritisierten ihn als reinen Sophisten, dessen hauptsächlichstes Ziel es sei, mit weisen Sprüchen und überzeugenden Reden Geld zu machen, und dass er die Öffentlichkeit durch seine irreführenden oder sophistischen Argumente an der Nase führte.

Nebst Prunk- und Festreden verfasste er sogenannte Musterreden für seine Schüler, und schrieb ein nicht überliefertes Werk: Über das Sein oder das Nicht-Seiende. Seine darin enthaltenen Argumente wurden weitgehend als polemische Widerlegungen von Parmenides’ These über das Sein gewertet. Als einer seiner grössten Kritiker widmete Plato ihm seinen Dialog «Gorgias.»

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